Keine Stechuhrpflicht für Arbeitnehmer

Sarah Gillen: „Mehr Flexibilität statt mehr Bürokratie.“

Die Mittelstands- und Wirtschaftsvereinigung der CDU Saar (MIT) lehnt eine generelle Pflicht zur Arbeitszeiterfassung ab. „Das Urteil des Europäischen Gerichtshofs geht völlig an der Realität der Arbeitnehmer und Arbeitgeber im Saarland vorbei. Nicht mehr Bürokratie, sondern mehr Flexibilität sind nötig“, sagt Sarah Gillen MdL, Landesvorsitzende der MIT Saar

Der Europäische Gerichtshof hat in der vergangenen Woche entschieden, dass Arbeitgeber systematisch die volle Arbeitszeit aller Beschäftigten erfassen müssen. Gillen: „Unsere Gründer, Mittelständler und Arbeitnehmer im Saarland wünschen sich doch heute mehr Flexibilität und nicht mehr Stechuhr.“ Gerade die Arbeitgeber im Saarland klagten über zunehmende Bürokratie-Vorschriften. „Es wäre deshalb sinnvoller, das starre Arbeitszeitgesetz zu modernisieren und Bürokratie abzubauen. Unsere Unternehmer unter Generalverdacht zu stellen und Arbeitnehmer zu entmündigen, halte ich für den falschen Weg“, so Gillen. Die MIT schlägt deshalb vor, die derzeit geltende tägliche Höchstarbeitszeit durch eine wöchentliche Regelung zu ersetzen. Die Mindestruhezeit könnte auf Wunsch der Arbeitnehmer aufgeteilt oder unterbrochen werden. Gillen: „Damit würden die Möglichkeiten der Digitalisierung berücksichtigt, moderne Arbeitsformen und eine freie Zeiteinteilung im Home Office möglich sowie die Vereinbarkeit von Familie und Beruf erleichtert. Das käme allen entgegen.“

Europa: Wirtschaftliche Freiheiten für Unternehmen

Der Europäische Binnenmarkt ist der größte gemeinsame Markt der Welt. Er erlaubt freien Warenverkehr, die Dienstleistungsfreiheit, die Personenfreizügigkeit und einen freien Kapital- und Zahlungsverkehr. Wo es Freiheiten gibt, muss es aber auch angeglichene Rechtsnormen geben. Dazu gehören unter anderen die Harmonisierung technischer Normen, eine Vereinheitlichung von Berufsqualifikationen und die Angleichung im Steuerrecht.
Doch wo geht Europa zu weit und wo hat Europa noch Nachholbedarf? Bringt Europa nun wirtschafliche Freiheit oder bürokratsiche Hemmnisse für Unternehmen?

Dies hat die Mittelstandsvereinigung im Saarland mit dem Europapolitiker Daniel Caspary MdEP, dem Spitzenkandidaten der CDU Saar für das europäische Parlament Roland Theis, mit selbständigen Unternehmern, Freiberuflern und Handwerkern sowie ausgewiesenen Freunden der Europäischen Union diskutiert.

Diskutiert wurde in den Räumlichkeiten von DALLMAYR Automatenservice im saarländischen Dillingen. Von hier werden im Saarland und Rheinland-Pfalz aber auch in Frankreich, Luxemburg und Belgien die Kaffeeautomaten der Firma DALLMAYR mit schmackhaftem Kaffee und leckeren Snacks bestückt.

Neu bei dieser Veranstaltung war, dass alle anwesenden Teilnehmer ihre Fragen live und mit dem eigenen Smartphone via Twitter, Facebook und Instagram an eine Social-Media-Wall veröffentlichen konnten. So kam unter der Moderation der Landesvorsitzenden Sarah Gillen MdL eine lebhafte Diskussion zum Thema Europa zustande. Alle Anwesenden waren sich einig: Europa muss hier im Herzen weiter zusammenwachsen – durch den Ausbau der grenzüberschreitenden Infrastruktur, den Abbau von Sprachbarrieren und weniger Bürokratie bei grenzüberschreitenden Aufträgen von Handwerkern.

Arvato Call-Center bleibt in Eiweiler

Arvato: Gute Nachrichten für Standort und Mitarbeiter

Die CDU-Landtagsabgeordnete Sarah Gillen, Vorsitzende des Ausschusses für Wirtschaft, Arbeit, Energie und Verkehr im Landtag des Saarlandes, bewertet die Bemühungen zur Sicherung des Standorts der arvato GmbH in Eiweiler positiv: „Es freut mich sehr, dass die Geschäftsführung ein Sanierungskonzept erarbeitet hat, das über die Erweiterung um profitable Kundenverträge die Arbeitsplätze am Standort sichern soll. Dies sind gute Nachrichten für die Beschäftigten der arvato GmbH. Wir als CDU-Landtagsfraktion haben von Anfang an deutlich gemacht, dass wir eine Schließung für voreilig halten. Gerade durch unsere Lage in der Grenzregion mit vielen französisch sprechenden Arbeitnehmern und der Entwicklung des Schwerpunkts der Cybersecurity hat arvato beste Möglichkeiten, sich auch als Unternehmen in diesem Bereich weiter zu entwickeln.“

Unmittelbar nach Bekanntgabe der Schließungsabsichten hatte die Vorsitzende des Ausschuss für Wirtschaft, Arbeit, Energie und Verkehr im Landtag des Saarlandes eine Sondersitzung des Ausschusses einberufen. Dort hatten neben Dr. Gmelin als Vertreter der Geschäftsführung auch die Betriebsräte Herr Kunz und Herr Beermann sowie der Bürgermeister der Gemeinde Heusweiler, Thomas Redelberger, ihre Positionen und Meinungen geschildert. Sarah Gillen: „Wir hatten in der Sitzung sehr deutlich gemacht, dass wir als Parlament ein großes Interesse daran haben, gemeinsam nach Lösungen zu suchen, um den Standort zu retten. Auf diesem Weg sind wir jetzt einen großen Schritt weiter gekommen.“

Medien-Info: Arvato

Ausgezeichnete Orte 2019

Die Initiative „Deutschland – Land der Ideen“ und die Deutsche Bank suchen unter dem Motto „digitalisieren. revolutionieren.motivieren. Ideen für Bildung und Arbeit in Deutschland und Europa” zehn innovative Projekte, die zu diesem Thema Lösungen anbieten, die Deutschland in die Zukunft führen, aber auch in Europa wirken können oder erst durch Europa möglich werden. Sarah Gillen unterstützt den Innovationswettbewerb und empfiehlt allen Projekten aus dem Saarlanddie Teilnahme.

„Gerade durch unsere anerkannt hohe Europakompetenz und unsere Lage mitten in Europa haben saarländische Projekte vor dem Hintergrund des diesjährigen Mottos eine hohe Chance unter den Presiträgern zu sein.“ so Sarah Gillen.

Bewerben dürfen sich Gründer, Firmen, Projektentwickler, Kunst- und Kultureinrichtungen, Universitäten, soziale und kirchliche Einrichtungen, Vereine, Verbände, Genossenschaften sowie private Initiatoren und Initiativen, die ihren Sitz in Deutschland haben. Die Bewerbung ist bis einschließlich 12. Februar 2019 unter www.land-der-ideen.de/anmeldung möglich. Eine hochkarätige Jury wählt die besten 100 Ideen aus.
„Deutschland – Land der Ideen“ ist die gemeinsame Standortinitiative der Bundesregierung und der deutschen Wirtschaft, vertreten durch den BDI. Die Deutsche Bank ist seit 2006 Partner und Nationaler Förderer des Wettbewerbs „Ausgezeichnete Orte im Land der Ideen“. Ziel ist es, Innovationen aus Deutschland im In- und Ausland sichtbar zu machen und
die Leistungskraft und Zukunftsfähigkeit des Standorts zu stärken.

Neues Messezentrum für Saarbrücken

Die Erweiterung des Messe- und Kongresszentrums am derzeitigen Standort ist eine große Chance für die Stadt Saarbrücken.
„Ich bin froh, dass sich die Stadt nun doch dazu entschlossen hat, den  Bürgerpark teilweise zur Erweiterung des Messe- und Kongresszentrums zu nutzen.“ so das Bundesvorstandsmitglied der CDU-Mittelstandsvereinigung (MIT) und Abgeordnete im Landtag des Saarlandes, Sarah Gillen.
Somit ist das neue Messezentrum zentral und dennoch verkehrsgünstig gelegen. Außerdem bietet die innerstädtische Lage im Vergleich zu anderen Standorten die perfekte Möglichkeit,
den Messebesuch mit einem Bummel durch die Fußgängerzone zu verbinden oder die Gastronomie in der Innenstadt zu besuchen. Deshalb wird eine Neukonzeption an dieser Stelle Zusatzeffekte für Einzelhandel und Gastronomie in der Stadt bewirken.

„Jetzt kommt es darauf an, dass die Stadt Saarbrücken ein überzeugendes Konzept vorlegt, das sich auch auf die Bedarfe immer größerer  Einzelmessen  für die Zukunft einstellt.“ so Gillen weiter. „Es darf nicht zu klein geplant werden, nur aus Angst, den Bürgerpark bebauen zu müssen.  Denn es ist sicher nicht im Sinne der Stadt Saarbrücken, dass das  Messezentrum zu klein gerät und damit auch weiterhin keine großen Messen im Saarland möglich sind.“

Die Unternehmen im Saarland brauchen wieder die Möglichkeit, auch große Leitmessen in der Region durchführen, besuchen oder bespielen zu können. Dass alle Leitmessen nur in großen Entfernungen stattfinden, ist ein echter Standortnachteil. Deshalb ist die Mittelstandsvereinigung froh, dass sich der Fraktionsvorsitzende der CDU im Landtag des Saarlandes, Alexander Funk, für die Zuschüsse aus Berlin stark gemacht hat. Mit diesen nicht unerheblichen Zuschüssen ist es Stadt und Land möglich, ein zukunftsorientiertes Messe- und Kongresszentrum zu planen und zu errichten.

So kann für den Messestandort endlich ein stimmiges Gesamtkonzept  vorgelegt werden, das auf die Ansprüche der Veranstalter und Gäste ausgerichtet ist. Davon profitieren auch die Menschen aus Saarbrücken.